Erfolg durch Social Media?!

Win-Win: Ich wollte gerne dort hinfahren, unsere Zeitung brauchte einen Artikel darüber. Facebook hatte nach Köln eingeladen, zu ihrer Initiative „Digital Durchstarten“. Das wollte ich mir nicht entgehen lassen und fragte meine Chefin, ob sie mich hinschicken könnte. Schließlich wollen wir auch selbst unser Social Media ausbauen. Sie stimmte zu.

Digital den Markt erobern
Das Smartphone — für viele Menschen ein ständiger Begleiter. „64 Millionen Menschen in Deutschland nutzen den Zugang zum Internet über ihr Smartphone“, erklärt Arne Henne, SMB Marketing Manager von Facebook Deutschland. Auf der Veranstaltung „Digital Durchstarten“, einer Initiative von Facebook, haben er und zwölf andere Redner von ihrem wirtschaftlichen Erfolg durch den Einsatz sozialer und digitaler Medien berichtet.
Denn heute ist beinahe jeder online — und das meist den ganzen Tag. Das Smartphone ist fast immer dabei. 2011 gab es in Deutschland den sogenannten digitalen Crossover. Also den Zeitpunkt, an dem die Menschen mehr Zeit vor dem Computer, als vor dem Fernseher verbrachten. Seitdem liegt der Computer als Unterhaltungsmittel auf Platz Eins. Jedoch nicht mehr lange. Bald, so sagt Henne es voraus, wird es den mobilen Crossover geben: Dann werden Smartphone, Tablet und Co. das Unterhaltungsmedium schlechthin sein. 
Grund genug, sich ausreichend mit dem Themen zu befassen. „Das ist schon lange kein Trend mehr“, sagt auch Henne. Doch obwohl 63 Prozent der deutschen Unternehmer der Meinung sind, dass eine Digitalisierung wichtig ist, verfügen nur ein Drittel über eine digitale Strategie. Der Grund: Zu wenig Personal und zu hohe Kosten für zu wenig Nutzen. Doch das muss nicht sein. 
Facebook ist in Deutschland Marktführer. Kein anderes soziales Medium ist mit weltweit 1,65 Milliarden monatlich aktiven Nutzern so beliebt und so gut besucht. 29 Millionen sind es allein in Deutschland. Das Facebook so beliebt ist, liegt nicht nur daran, dass es kostenfrei ist. Es bietet den Menschen die Möglichkeit, sich schnell zu informieren. Deshalb ist es auch für Unternehmen wichtig, sich dort zu präsentieren. Jeder kann sich innerhalb weniger Minuten eine eigene Seite anlegen, die notwendigen Infos einfügen und ein paar Bilder hochladen. Und das tun viele Unternehmen auch, doch damit hört es dann meist auf. 
Unsicherheit ist das Stichwort. Nur die wenigsten sind sich sicher, wie soziale Medien funktionieren und welche Inhalte gut ankommen. Dabei ist das statistisch sehr gut belegt. „Wir haben eine Veränderung von textbasierter Kommunikation hin zu Bildern und Videos“, erklärt Henne. Wie das Bilderbuch zu Kinderzeiten: Die Nutzer wollen schnell viele und schöne Informationen. Laut einer Studie brauchen Menschen nur 13 Millisekunden, um den Inhalt zu erkennen und zu verstehen. Für das geschriebene Wort brauchen sie 60.000 Mal mehr Zeit. 
Für die Unternehmen hat das folgenden Vorteil: Mit einem spannenden Bild oder einem spannenden Video können sie innerhalb weniger Sekunden die begrenzte Aufmerksamkeit des Nutzers auf sich ziehen. Doch, Achtung: Der Konsument ist an interessante Beiträge und gute Werbung, die auf ihn zugeschnitten ist, bereits gewöhnt. Rutscht etwas in dazwischen, dass ihn langweilt, ist er schnell genervt. Für ihn sind alle Beiträge ein ständiger Konkurrenzkampf um seine Aufmerksamkeit: „Ihre Bilder konkurrieren mit den Hochzeitsbildern seines besten Freundes. Da müssen Sie schon was zu bieten haben“, spricht Chris von den Hoff, Partner Manager bei Facebook, die Unternehmer direkt an. Er vergleicht es mit der Fernsehwerbung, die nicht immer seinen Geschmack trifft: „Wenn ich Werbung für Mascara sehe, ist das für mich rausgeworfene Zeit und für das Unternehmen damit rausgeworfenes Geld“, sagt er. 
Dabei geht es nicht nur um bezahlte Werbung, sondern auch um den kostenfreien Auftritt. Jeder Betreiber einer Seite sollte sich vorab drei Fragen stellen: Was ist mein Ziel? Wer ist meine Zielgruppe? Und welche Botschaft möchte ich vermitteln? Mit den Antworten auf diese Fragen haben die Unternehmen einen ersten Anhaltspunkt, welche Inhalte sie vermitteln wollen — am besten in Bild- oder Video-Form. 
Und auch dafür gibt es ein paar Tricks: Mit der passenden App kann ein Filter über die Bilder gelegt werden. Das lässt sie oft spannender, zeitgemäßer aus und zieht die Aufmerksamkeit des Nutzers eher auf sich. Videos sind dagegen aufwendiger, doch niemand verlangt perfekte Qualität. Die Smartphone-Kamera reicht schon aus. Wichtig ist nur: Die ersten Sekunden müssen den Zuschauer schon begeistern, sonst scrollt er einfach weiter. Und das Video sollte auch ohne Ton funktionieren, beispielsweise mit Untertiteln. Denn die meisten Menschen gucken Videos in der U-Bahn, in Konferenzen oder unterwegs — das Smartphone ist eben fast immer dabei und wird benutzt. Auch in Situation, wo ein lauter Ton stören würde.