Skill Upgrade: Sprechtraining

„Du stehst ja nicht zum ersten Mal vor’m  Mikro, du machst das schon“, leitete Daniela die Situation ein und guckt gespannt zu. Schließlich hatte Daniela Eschkotte mir vor vier Jahren mein erstes Sprechtraining gegeben. Damals in einer Gruppe mit 10 Teilnehmern, heute 45 Minuten privat. Kostenlos. 

Eigene Unzufriedenheit

Auch wenn die Situation also nicht neu für mich war, mein Gehirn war auf Anfang. Zugegeben: Gefühlt hab ich mich schon wie beim ersten Mal. Wie ging das noch mal alles? Ach ja. Gerade hinstellen, deutlich sprechen, den Mund richtig bewegen, flüssig und spannend vorlesen. Zufrieden war ich mit dem Ergebnis aber nicht. „Ich film dich mal dabei“, sagte meine Sprechtrainerin. Uff.

Aber das zu sehende Ergebnis hat sich gelohnt: Steif wie ein Stock stand ich vor dem Mikro, den Kopf nach unten Richtung Zettel in meiner Hand gebeugt, die Arme fest an den Körper gedrückt. Ich war angespannt – genau wie meine Stimme. Kein Wunder, dass mir die Aufnahmen nicht gefielen.

Verbesserungsvorschläge

Wir brachten den Zettel auf Augenhöhe an: Der Kopf war gerade, die Hände frei für Gestik, das Ergebnis stelle mich zufrieden. Zumindest mehr als vorher. Doch das Gefühl, meine Stimme würde seltsam klingen, ließ mich trotzdem nicht los.

Ich erzählte Daniela davon und in einem kurzen Vortrag erklärte sie mir, warum man seine Stimme ganz natürlich auf Tonaufnahmen entfremdet wahrnimmt. Als sie in mein wenig überzeugtes Gesicht blickte, fügte sie hinzu: „Du wirst einfach lernen müssen, deine Stimme zu lieben, wie sie ist. Dann bist du auch entspannter“, sagte sie. Ein wunderbarer Tipp, der mir sehr geholfen hat.

Schneller Erfolg 

Insgesamt war das kurze Training bei Daniela eine wunderbare Auffrischung meiner Sprach-Fähigkeiten, die ich jedem Freie Sprecher nur empfehlen kann. Ihr Feedback und Fachwissen hat mir, trotz der kurzen Zeit, enorm geholfen. Nun muss ich das neue Wissen nur noch anwenden 😉