Trick #17: Skype

Im Café, am Schreibtisch, vor’m Herd, im Bett. Ja, ich glaube, ich habe schon an fast überall ein Telefoninterview geführt. Offizielle wie inoffizielle. Das ist natürlich der Vorteil, wenn man als Freie Journalistin arbeitet.Für ein kurzes Telefoninterview oder ein Anruf aus Recherche-Zwecken muss ich nicht mal aus dem Haus. Theoretisch muss ich morgens nicht mal aus dem Schlafanzug raus. ‚*räusper*

Hohe Telefonkosten 

Aber der Nachteil liegt auf der Hand: Hohe Telefonkosten. Denn, was sonst die Redaktion bezahlt, darf der Freie Journalist aus eigener Tasche zahlen. Bei den oftmals niedrigen Pauschalvergütungen für einen Artikel kann eine hohe Telefonrechnung den Gewinn ganz schön nach unten ziehen.

Aber die Steuer, möchte jemand argumentieren. Klar, absolut: Telefonkosten im Sinne der selbstständigen Tätigkeit sind von der Steuer abzusetzen. Hurra. Aber das Verhältnis ist nicht 1:1, leider. Verlust macht der Freie also auf jeden Fall.

Die Allnet-Super-Alles-Mit-Drin-Flat

Eine gute Lösung dafür ist der richtige Handvertrag mit Allnet-Super-Alles-Mit-Drin-Flat für Drölfnbafzig Euro. Wer eine Festnetz- und Handyflatrat in seinem Vertrag mit drin hat: Wunderbar! Aber auch der kann ganz schön teuer sein.

Eine gute Alternative bietet da Skype: Vor einem Jahr habe ich das „Deutschland 120 Min. in Festnetze“-Abo abgeschlossen. Für sieben Euro. Pro Jahr. Ich wiederhole: Pro Jahr. Für sieben Euro im Jahr telefoniere ich jeden Monat 120 Minuten lang kostenlos ins deutsche Festnetz, auch aus dem Ausland heraus.

180 Minuten für sieben Euro – im Jahr!

Aber es kam sogar noch besser: Da ich einer jährlichen, statt monatlichen, Bezahlung zugestimmt habe, wurden mir monatlich noch mal 60 Minuten geschenkt. Also 180 Minuten ins deutsche Festnetz für sieben Euro. Im Jahr, das möchte ich noch mal betonen.

Aufbrauchen tu ich dieses Pensum nur selten (in diesem Falle bricht die Verbindung plötzlich ab), aber günstiger als jede Festnetz-Flat im Handvertrag ist es auf jeden Fall. Nun brauche ich dafür natürlich einen guten Internetzugang mit meinem Laptop oder meinem Smartphone, aber den hab ich Zuhause ohnehin und in den meisten Cafés hat es bislang auch problemlos geklappt. Und sollte es einmal doch nicht gehen: Dann kann ich immer noch über das reguläre Telefonnetz anrufen – und die Kosten von der Steuer absetzen.

P.S.: Nein, es gab keine Tricks vor diesem. Ich beginne diese neue Reihe „Tipps & Tricks für Freie“ mit Trick 17. Das macht objektiv keinen Sinn, mir aber viel Freude 😉